News11.08.2013
Dortmunder Ufer erfolgreich in der Hitze Kappadokiens
 
„Das „Runfire Cappadocia 6G“ ist ein sehr schneller Trail-Wettkampf und führt mit 6 Etappen in 6 Tagen durch 6 faszinierende Landschaften Anatoliens“, berichtet Ufer, der auf Einladung der Veranstalter an diesem Laufevent teilnahm. Die Länge der einzelnen Etappen betrug jeweils etwa 20 Kilometer. Kein Wunder, dass sich viele Kurzstrecken-Spezialisten an der Startlinie  dieses speziellen Traillaufes einfanden.

„Ich laufe sonst ja gern lange und weit durch schwieriges Gelände. Daher war dieses Rennen mit derart kurzen Etappen für mich völliges Neuland“, erläutert der Dortmunder, „die hohe Pace der Teilnehmer hat mich am ersten Tag total geflasht.“ Schließlich ist Michele Ufer kein Laufprofi, sondern arbeitet im normalen Leben als Sportpsychologe und Mental-Coach.

Zu seiner eigenen Überraschung konnte der 41-jährige Ufer das Tempo der Spitzenläufer mitgehen. Gerade in den technisch schwierigen Passagen zeigte sich dann seine große Erfahrung mit Läufen im Gelände. Gemeinsam mit dem späteren Gesamtsieger Ibrahim Ethem hängte er in diesen Streckenabschnitten die übrigen Teilnehmer deutlich ab.

Durch eine Wüste, über einen Salzsee, durch Gebirge, Canyons, eine Steppe und durch ursprüngliche Dörfer führte der Trail. Auch die Wohnhöhlen von Göreme (Weltkulturerbe seit 1985) gehörten zum Panorama der spannenden Laufstrecke. Während die Teilnehmer ihr Rennen tagsüber bei Temperaturen zwischen 35 und 40 Grad Celsius liefen, herrschten nachts 10 bis 12 Grad. Diese Kälte bereitete auf der Nachtetappe am vorletzten Tag vielen Läufern Probleme.

Zu den Teilnehmern gehörte auch der durch den Weltbestseller „Born to Run“ international bekannt gewordene Trailläufer Ted McDonald. „Mit Ted bin ich schon im vergangenen Jahr beim Lycian Way Ultramarathon zusammen gelaufen“, schmunzelt der stets fröhliche Dortmunder. Dabei verschweigt er, dass er den berühmten Amerikaner in diesem Jahr in der Gesamtwertung mit acht Stunden Rückstand weit hinter sich gelassen hat.

Trotz seines Erfolges sollen solche Kurzstrecken-Rennen für Michele Ufer eine Ausnahme bleiben. Augenzwinkernd  erzählt er, dass er im September seinem amerikanischen Lauffreund beim Lycian Way Ultra über 250km eine Chance zur Revanche bieten will.

Im November will er dann wieder richtig in die Wildnis. Eingeladen wurde er bereits: in Namibia wartet der „Desert Ultra“-Marathon über 250km auf den Dortmunder Extremläufer.