News15.06.2013
Michele Ufer erfolgreich beim Everest Extreme Ultramarathon
 
Start auf 5364m Höhe und eine Distanz von 68km. Das sind beeindruckende Daten des Everest Extreme Ultramarathons auf dem Dach der Welt, zu welchem der 41-jährige Sportpsychologe und Mentalcoach Michele Ufer nach Nepal eingeladen wurde.
 
Jährlich findet am 29. Mai in Erinnerung an die Erstbesteigung des Mount Everest durch Sir Edmund Hilary und den Sherpa Tenzing Norgay der Tenzing-Hillary Everestmarathon statt, der höchste Marathon der Welt. Im Rahmen des 60-jährigen Jubiläums der Erstbesteigung wurde dieses Jahr zusätzlich zum Marathon der 60km lange Everest Extreme Ultramarathon veranstaltet. Ein Rennen, das sich letztlich als ein 68km langes Abenteuer mit wahrlich extremem Charakter entpuppte.
 
Einen Marathon in über 5000m Höhe zu laufen, kann sich kaum jemand vorstellen. Ungeheuer erscheint die Höhe, zu gewaltig ist das Gelände und extrem die Streckenlänge. Ein Wettkampf, der den teilnehmenden Athleten und Athletinnen in jeder Hinsicht alles abverlangt.
 
Damit alle Teilnehmer sich an die Höhe gewöhnen können, erfolgte der Anmarsch zum Everest-Basislager zu Fuß. Dabei werden auf unwegsamen Pfaden 70-80 Kilometer in 10-12 Tagen zurückgelegt. Dies ist bereits eine anstrengende Herausforderung des Körpers. Kaum ein Läufer in Europa würde sich unmittelbar vor einem Marathonlauf einer solchen Belastung aussetzen. In Nepal ist dies die Voraussetzung, um überhaupt den Startplatz zu erreichen. Manche Athleten schafften es nicht einmal zur Startlinie.
 
Der in Dortmund geborene Michele Ufer kennt diese Herausforderungen. Vor zwei Jahren beendete er diesen gewaltigen Marathon als bester Deutscher und auf Platz 9 der internationalen Wertung. Ein überragendes Ergebnis. Das Ziel für dieses Jahr war für den durchtrainierten 41-Jährigen auch diesmal völlig klar: „Ich wollte diesmal den Extreme Ultramarathon finishen und dabei einfach nur Spaß haben, die Menschen, den Lauf und die atemberaubende Natur genießen!“
 
Dabei betreute er auch in diesem Jahr, in seiner Funktion als Repräsentant des Everest-Marathon für Deutschland, Österreich und Lateinamerika, ganz nebenbei auch noch eine Gruppe von
13 Sportlern auf dem Weg zum höchsten Marathon der Welt.
 
Doch damit nicht genug, schließlich ist Ufer ein Extrem-Sportler. „Wir arbeiten an einem Film über diesen Marathon der Superlative. Premiere ist am 4.Oktober hier in Dortmund beim Traildorado-Event“, erwähnt Ufer beiläufig, als wäre es das Einfachste der Welt, eine Reisegruppe im Himalaja zu betreuen, einen Dokumentarfilm zu drehen und nebenbei auch noch bei diesem schweren Rennen erfolgreich ins Ziel zu kommen.
 
Zur Vorbereitung ist er an einem Wochenende kurz vor der Abreise mal eben 100 Kilometer gelaufen. „Schließlich sitze ich ja danach 24 Stunden ohne größere Bewegungsmöglichkeit im Flugzeug“, schmunzelte der stets fröhliche Sportler.